Freitag, 30. Dezember 2022

29. + 30.12.

 Zwei Tage im lockeren Trott. Die Sonne weckt uns jeden Morgen, 

der Himmel ist immer nur blau. 


Dann folgt unser Fitnessprogramm mit 30 Min. Schwimmen, Muckibude und 30 Min. Wassergymnastik. Danach Sonnen auf dem Balkon bis zum Mittagessen, das wir nach wie vor draußen genießen können. 


Mittags esse ich Nachtisch, am liebsten dieses türkische Dessert:
Kadayif = Engelshaar






Schön ist, dass die Desserts nicht so süß sind. 


Nach dem Essen gehen wir an den Strand, hier ist jetzt richtig viel los. Strandleben wie im Sommer inkl. Bocchiaspielen und Schwimmen. Ins Wasser gehen aber nicht soviele.







Das Hotel ist gestern schon richtig voll geworden, abends ist in der Lobbybar kaum ein Platz zu bekommen. Jeden Abend gibt es Life-Musik oder Themenabende mit Künstler. Ich nutze mal die Gelegenheit, wenn das Restaurant zu ist, ein paar Fotos zu machen. Das Restaurant ist schön in einzelne Räume und Ecken unterteilt, so dass man sehr angenehm sitzen kann und der Geräuschpegel nicht so hoch ist. 












Unsere Lieblingsecke ist hier:
Zum Frühstück bedient uns die liebe Reha, leider geht sie im Neuen Jahr in Urlaub.


Und hier nochmal Blick von unserem Balkon:

Der Weg direkt am Haus entlang führt durch den Park bis zum Strand. 







 





Mittwoch, 28. Dezember 2022

28.12. Besuch beim Heiligen Nikolaus

 Heute wollen wir nach Myra. Die Fahrt ist sehr schön aber ziemlich lang, es geht erst durch Antalya, dann über Küstenstraße, Tunnel und durch die Berge mit tollen Aussichten. 










Gut gefallen mir die Städte Kumluca(die Tomatenstadt) 

und Finike. 

 Endlich erreichen wir Myra, den Ort an dem die Geschichte des Nikolaus entstanden ist. Laut historischer Dokumente hatte der liebe Nikolaus statt eines langen,weissen Kuschelbartes einen schwarzen kratzigen Schnauzbart und stammt nicht aus dem hohen Norden, sondern wurde in Kleinasien geboren. So waren die Rentiere wohl in Wirklichkeit Kamele und geflogen ist er  auf einem orientalischen Teppich und nicht mit einem Schlitten. 


Nun ja, so war es wohl auch nicht. Tatsache ist aber, dass Nikolaus um circa 270 nach Christus in der heutigen Türkei auf die Welt gekommen ist. War er also tatsächlich ein Türke?  Nein, das war er auch nicht, denn das zentralasiatische Volk hatte sich im dritten Jahrhundert noch nicht in Kleinasien niedergelassen. Damals war Anatolien noch überwiegend römisch, später byzantinisch usw.

Er war der Bischof in der lykischen Stadt Myra, heute eine Kleinstadt namens Demre, hundert Kilometer südwestlich von Antalya. Es gibt über ihn viele Legenden, aber auch viele historisch belegte Ereignisse, die ihn noch zu Lebzeiten als „Retter in der Not“ bekannt machten.

Er gilt als Schutzpatron der Seefahrer, weil er ein in Not geratenes Schiff vor der lykischen Küste auf wundersame Weise gerettet haben soll. Eine weitere Geschichte besagt, dass er drei heiratsfähigen Töchtern anonym die nötige Mitgift geschenkt haben soll, damit sie ehrbar verheiratet werden konnten. 

Am 6. Dezember, dem Todestag des Heiligen pilgern immer noch tausende Christen, nach Demre und besuchen sein Grab in der byzantinischen St.-Nikolaus-Kirche. Ebenso wird zu seinen Ehren  jedes Jahr ein Umzug veranstaltet und es gibt zahlreiche Festlichkeiten. Der steinerne Sarg in der Kirche ist aber leer, da italienische Seefahrer im 11. Jahrhundert seine Überreste nach Bari geschmuggelt haben, nachdem die Region von muslimischen Seldschuken erobert wurde. Die Basilika des Nikolaus von Myra wurde im 8. Jahrhundert zu seinen Ehren gebaut. Die gesamte Kirche war einst im Schlamm des Demre-Flusses versunken. im Jahr 1863 erwarb der russische Zar Alexander II. die Kirche und stellte sie teilweise wieder her. Schließlich wurden 1963  die übrigen Kirchenteile freigelegt. Wundervolle byzantinische Fresken und römische Sarkophage finden sich in der dreischiffigen Basilika. 








In Demre (Myra) befinden sich außerdem ein paar bronzene Statuen des heiligen Nikolaus, eines davon im Zentrum der Stadt: Ein kleines Mädchen hält seine rechte Hand und auf seiner linken Schulter sitzt ein kleiner Junge. Beide haben Päckchen in der Hand, vermutlich Geschenke.



In der Türkei wird der Nikolaus liebevoll „Noel Baba“ genannt. Das bedeutet Vater der Weihnacht. Viele Familien haben die Idee eines netten alten Mannes, der Kinder beschenkt, übernommen. Zum Teil auch aufgrund der westlichen Filmindustrie. Er kommt allerdings nicht schon am 6. Dezember oder wie in den USA am 24. Dezember mit seinen Geschenken vorbei, sondern erst an Silvester. Da das überwiegend muslimische Volk kein Weihnachten feiert, werden stattdessen Neujahrsgeschenke ausgetauscht.

Der Hafen von Myra war früher ein begehrter Umschlagplatz für den Seehandel. Heute ist vom einstigen Glanz der antiken Stadt nicht mehr viel zu sehen. Wir wollen die 400 v. Chr. entstandenen Felsengräber von Myra aus der Nähe ansehen. Die Felsengräber sind so einzigartig, weil die Lykier ihre Verstorbenen nämlich nicht unter der Erde bestatteten, sondern so hoch wie möglich.





Daher wurden die Grabstätten möglichst hoch angelegt, indem man sie in die Felsen meißelte. Altertumsforscher vermuten, dass die Lykier einem sogenannten Entrückungsglauben folgten und glaubten, dass so die Seele eines Verstorbenen mithilfe von Vogeldämonen in den Himmel gelangte. Die Gräber sind aber nicht nur wegen ihrer Lage und Konstruktion so besonders, sondern auch, weil sie ganz im Stil der lykischen Wohnhäuser erbaut worden sind. Hinzu kommen zahlreiche Skulpturen und Reliefs, welche die in den Himmel ragenden Felsengräber auf eine ganz besondere Art und Weise verzieren.



So richtig wohl fühle ich mich hier oben nicht, da merke ich doch mal wieder, dass meine Höhenangst nicht ganz verschwunden ist. 



Ein weiteres Highlight im heutigen Demre ist das römische Theater. Archäologische Funde belegen, dass die Ruinen der Stadt bis auf das 5. Jahrhundert v. Chr. zurückgehen.










Zurück der kurvigen Küstenstraße bis Finike staunen wir wieder über die Fahrweise der bekloppten Türken. Ismael, ein türkischer Gast im Hotel hat uns ja vorher gewarnt.... Wir sollten vorsichtig fahren, die Türken im Auto sind Idioten. So ist es! 











Die Fahrt dauert statt 2 Stunden wieder drei, es ist auch schon dunkel geworden und wir sind heilfroh, endlich den Stern auf unserem Nachbarhotel in der Ferne zu sehen. Dann wissen wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind. 
Eingang Titanic Mardan Palace Hotel

Eingang Kremlin Palace Hotel

Adalya Elite Beach Hotel

Unser Eingang mit dem Royal Seginius im Hintergrund







22.Januar

  Es ist soweit, wir müssen nach Hause. Am liebsten hätten wir noch verlängert und das wäre auch besser gewesen, als mit Erkältung zu fliege...